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05.09.2019

Großer JU-Erfolg für den Artenschutz

Kreisausschuss und Kreistag beschließen den JU-Antrag zur Förderung der Durchwachsenen Silphie

Artenschutz in die Praxis umsetzen und zwar nicht mit Vorschriften, sondern mit Anreizen- dieses Anliegen zeichnete den Antrag der Jungen Union (JU) aus, der in der vergangenen Kreistagssitzung einstimmig beschlossen wurde. In den kommenden vier Jahren nimmt der Landkreis Rosenheim auf Initiative der JU insgesamt 24000€ in die Hand, um den Anbau der Wildpflanze „Durchwachsene Silphie“ zu fördern. Diese kann ergänzend zum Mais angebaut werden und zeigt im Vergleich zu diesem einige Vorzüge. So kann sie bis zu 15 Jahre als Dauerkultur angebaut werden und zeichnet sich dabei durch einen vergleichsweise geringen Pflegeaufwand aus. Außerdem kann nach den ersten zwei Jahren meist ganz auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. Da sie nicht in jedem Jahr neu ausgesät werden muss und bereits im Frühling austreibt, bietet sie Wildtieren bereits sehr früh im Jahr einen ausgezeichneten Rückzugsraum. Im Gegensatz zum Mais bietet die „Durchwachsene Silphie“ Bienen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten mit ihren Blüten eine hervorragende Nahrungsquelle bis in den Herbst hinein. Da das Saatgut der Silphie mit rund 1700€ pro Hektar jedoch vergleichsweise teuer ist, fördert der Landkreis den Anbau ab dem kommenden Jahr nun mit 240€ pro Hektar. Matthias Eggerl, der als Kreisvorsitzender der Jungen Union Rosenheim-Land den Antrag federführend ausgearbeitet hat, zeigt sich erfreut über die Entscheidung des Kreistages: „Auf unsere Initiative hin ist der Landkreis Rosenheim nun ein weiteres Mal Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserem Antrag den richtigen Weg zu mehr Artenschutz aufgezeigt haben, nämlich diesen gemeinsam mit den Landwirten zu gehen und nicht gegen sie. Besonders freut mich, dass es nicht bei dieser Entscheidung bleiben wird, sondern dass bereits jetzt weitere Schritte in Planung sind, die auch die Kommunen und Privathaushalte mit einbeziehen.“ Positiv äußert sich auch der Geschäftsführer des Maschinenrings Rosenheim, Florian Hötzelsperger, der aus fachlicher Sicht die Einsatzmöglichkeiten der „Durchwachsenen Silphie“ aufzeigt: „Sicherlich wird die Silphie den Mais nicht generell ersetzten, jedoch gewinnt sie auf einigen Flächen zunehmend an Bedeutung. Vor allem auf Hangflächen, Wasserschutzgebieten und unförmigen Flächen. Die größten Vorteile sehe ich bei der alternativen Energiepflanze durch weniger Arbeits- und Maschinenaufwand, weniger bis kein Pflanzenschutzeinsatz und einer hohen Stickstoffverwertung. Ihre Nebenleistungen wie Humusaufbau, CO²-Bindung, Lebensraum für Insekten und die Imagepflege durch überaus positive Akzeptanz in der Bevölkerung sind dabei nicht weniger interessant.“ Dass die JU mit ihrer Initiative einen Nerv getroffen hat, unterstreicht auch der JU-Kreisrat Florian Gerthner: „Dass die Entscheidung zur Förderung der Silphie sowohl im Kreisausschuss als auch im Kreistag einstimmig war, zeigt aus meiner Sicht die Stärke unseres Antrags. Unser stellvertretender Landrat Josef Huber, aber auch die Kreistagsfraktionen haben gezeigt, dass sie das Anliegen ernst nehmen und über die Parteigrenzen hinweg für mehr Umwelt- und Artenschutz kämpfen wollen.“ Landwirte, die am Anbau interessiert sind, können sich bei den Maschinenringen Rosenheim und Aibling-München-Miesbach informieren und dort auch die Förderung beantragen.Pressemitteilung der Jungen Union Rosenheim - Land

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