01.03.2018

Staatssekretär Füracker zu Gast bei der Jungen Union

In Röckersbühl diskutierten die Jungpolitiker mit Füracker über die aktuellen politischen Themen.

In gewohnter Manier traf sich auch in diesem Jahr wieder der Kreisvorstand der Jungen Union mit einem Mandatsträger aus dem Landkreis Neumarkt. Nicht zuletzt wegen der Landtagswahl im Oktober entschied man sich in diesem Jahr für den Neumarkter Landtagsabgeordneten und Staatssekretär Albert Füracker. „Ich empfinde es als Privileg, dass wir mit Albert Füracker nicht nur unseren Landtagsabgeordneten und CSU Bezirksvorsitzenden, sondern auch ein Mitglied der bayrischen Staatsregierung als Gesprächspartner bei uns haben“, so der Kreisvorsitzende Martin Willjung in seiner Begrüßung. „Ich will hier keinen langen Monolog halten. Mich interessiert, was euch aktuell bewegt“, eröffnete Füracker die Diskussion und erinnerte sich an die Zeit, als er selbst noch JU Kreisvorsitzender war und das Gespräch mit den damaligen Verantwortungsträgern suchte.

Wenig überraschend wurde zuerst über die angespannte Situation in Berlin gesprochen. „Glaubst du an die Zustimmung der SPD Basis zur GroKo?“, wollte der Geschäftsführer der JU Neumarkt Sebastian Koller von Füracker wissen. „Und wünscht du sie dir eigentlich?“. „Ich denke, dass in der SPD-Basis in der jetzigen Situation die Vernunft überwiegt und eine Mehrheit zustande kommt. Denn wenn es zu Neuwahlen kommt, wird die SPD wohl einen historischen Absturz erleben“, entgegnete Füracker. „Horst Seehofer und die CSU haben gut verhandelt. Der Koalitionsvertrag trägt jedenfalls die Handschrift der CSU. Jetzt kommt es darauf an, ob das auch in der politischen Realität umgesetzt wird“, ergänzte Füracker. Eine stabile Regierung in Berlin sei auch für Bayern von Bedeutung.

Die Ortsvorsitzende des gastgebenden JU Ortsverbands Berngau-Röckersbühl und Gemeinderätin Maria Schmalzl sprach anschließend mit der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung eines der kommunalpolitischen Dauerthemen der letzten Wochen an und wollte den aktuellen Stand der Entwicklungen erfahren. Albert Füracker versicherte den Anwesenden, dass die Gebühren definitiv abgeschafft und offene Vorhaben „spitz“ abgerechnet werden. „Wer jetzt noch Unterschriften sammelt, hat anscheinend keine Arbeit!“. Er merkte allerdings auch an, dass es nicht seinem Politikstil entspräche, alles „kostenlos“ zu machen. „Kostenlos gibt es nicht. Irgendjemand zahlt immer. Im Zweifelsfall der Steuerzahler – also alle!“ Ob die Verteilung der Kosten von Straßensanierungen nun gerechter wäre, müsse jeder für sich selbst entscheiden. „Wann bekommen wir als Gemeinden konkrete Antworten auf offene Fragen, wie die Verteilung der zukünftigen Finanzmittel, die den Ausfall der ehemaligen Beiträge kompensieren sollen?“, wollte Schmalzl zudem wissen. Albert Füracker betonte, dass die von den Freien Wählern geführte Diskussion über die Abschaffung der „StrABS“ der Komplexität des Themas nicht gerecht werde. „Es gibt verschiedene Modelle, wie der staatliche Zuschuss in Zukunft verteilt werden kann. Wir werden diese prüfen und eine gute Lösung finden“, so Füracker.



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