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21.12.2019

Tourismus und E-Mobilität im Landkreis

Eichstätt. Die Kreistagskandidaten der Jungen Union und der CSU-Landratskandidat Alexander Anetsberger informierten sich in Kinding über Tourismus und E-Mobilität im Landkreis Eichstätt. Einen Überblick lieferten Josef Geyer von der Carsharing-Firma e-altmuehltal und Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm, die ebenso wie Anetsberger Mitglied im Vorstand des Toursimusverbandes Naturpark Altmühltal ist.

Dass die Junge Union Eichstätt den Markt Kinding als Treff- und Informationspunkt ausgewählt hatte, war kein Zufall. Denn neben der Anbindung an die Autobahn treffen sowohl die regionalen Radwege, als auch der Altmühl-Panoramaweg in Kinding zusammen. Diese verkehrsgünstige Lage soll in Zukunft genutzt werden, um noch mehr Wertschöpfung im staatlich anerkannten Erholungsort Kinding zu binden.

Dafür wird derzeit eine Machbarkeitsstudie für das alte Bahnhofgelände erstellt. Sie soll die Potentiale für dieses Areal ermitteln. Denkbar wäre beispielsweise ein Informationszentrum des Naturparks Altmühltal. Darüber hinaus wäre an dieser Stelle auch die Vermarktung regionaler Produkte vorstellbar. Außerdem verwies die stellvertretende Landrätin Böhm auf das Umspannwerk in unmittelbarer Nähe zur Autobahn. Aufgrund der bereits vorhanden Infrastruktur wird demnächst eine Schnelladestation für Elektroautos entstehen, sodass hier ohnehin viele Autofahrer einen Zwischenstopp einlegen werden. Die Bürgermeisterin verdeutlichte jedoch, dass einige der zur Debatte stehenden Konzepte ohne Investoren nicht zu verwirklichen sind. Dies gelte besonders für weitere Projekte auf dem alten Bahnhofsgelände.

Böhm berichtete zudem über eine Befragung von Touristen im Naturpark Altmühltal. Dabei erhielt der ÖPNV als einziger Bereich keine Spitzennoten. Ein Beispiel aus Kinding bestätigt den Handlungsbedarf: Die Fahrradmitnahme auf der Bahnstrecke durch Kinding ist nur sehr eingeschränkt möglich. Landratskandidat Anetsberger verwies dennoch auf weitere Wachstumsmöglichkeiten. Bisher leben die Hotels und Gaststätten der Region vor allem von Geschäftsleuten und Durchreisenden. Anetsberger wie auch die Junge Union im Landkreis sehen deswegen im sogenannten Familientourismus eine Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen und das Altmühltal noch erfolgreicher zu machen.

Aus diesem Gespräch konnten die Kreistagskandidaten der Jungen Union eine wichtige Lehre ziehen: Zwar könne der Kreistag als politisches Gremium durchaus touristische Angebote schaffen, wie etwa das Schäferwagen-Dorf in Mörnsheim. Es bedarf jedoch immer eines professionellen Betreibers, der die Rentabilität des Betriebs im Blick behält. Genau das sei oft der Knackpunkt. Einig waren sich die jungen Kandidaten und Landratskandidat Anetsberger auch, dass Investitionen in den Tourismus auch der einheimischen Bevölkerung in Form von Freizeitmöglichkeiten zu gut kommen sollen. Eine touristische Expansion darf nicht zu Lasten der ansässigen Landkreisbürger gehen.

Im Anschluss stellte Josef Geyer, der auch für die JU für den Kreistag kandidiert, sein Carsharing-Modell vor. An zehn Standorten bietet er mit seiner Firma e-altmuehltal ausleihbare Elektrofahrzeuge an. Die Rückgabe der Autos findet beliebig an einem der zehn Standorte statt. Einer der Standorte befindet sich in der Kindinger Bahnhofsstraße und damit in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Daher bietet Geyer mit seinem Geschäftsmodell einen wichtigen Baustein zur Vernetzung der verschiedenen Mobilitätskonzepte an. Wie viel Spaß das Fahren mit den elektrischen Autos macht, durfte die Junge Union aus erster Hand erfahren, da Geyer drei Fahrzeuge für die Anreise nach Kinding zur Verfügung stellte.



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