16.01.2026

JU Landkreis Ansbach: Mobilität im ländlichen Raum darf nicht ideologisch ausgebremst werden

MdL Stümpfig reagiert auf den Neujahrsempfang der CSU Dinkelsbühl und verteufelt dabei erneut

das Auto als Verkehrsmittel. Aus Sicht der Jungen Union im Landkreis Ansbach sind jedoch

Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, ambulante Pflegedienste sowie viele weitere Einrichtungen heute

und auch künftig zwingend auf das Auto angewiesen. Der Öffentliche Personennahverkehr kann diese

Mobilitätsbedürfnisse im ländlichen Raum allein nicht leisten.

„Wer den Menschen auf dem Land das Auto madig macht, blendet ihre Lebensrealität völlig aus.

Mobilität ist keine Ideologiefrage, sondern eine Frage von Teilhabe, Arbeitsplätzen und

Versorgungssicherheit“, erklärt Valentin Huber, Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis

Ansbach.

Grüne Ideologien dürfen die Mobilität auf dem Land weder verhindern noch künstlich verteuern.

Deshalb sind auch weiterhin ein bedarfsgerechter Straßenbau sowie der verstärkte Umstieg auf

klimaschonende Antriebe notwendig. Gleiches gilt für einen leistungsfähigen, finanzierbaren und

realistisch konzipierten Öffentlichen Verkehr. Dieser wird sich künftig stärker auf Schülerverkehre,

Hauptachsen sowie flexible Verkehrsangebote konzentrieren müssen.

Junge Union und CSU im Landkreis Ansbach sowie in den Nachbarlandkreisen setzen sich seit vielen

Jahren konsequent für die Reaktivierung der Schienenstrecken von Nördlingen nach Gunzenhausen

beziehungsweise Dombühl ein. Bereits im Jahr 2012 wurde gemeinsam mit den Landkreisen Ansbach,

Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem Freistaat Bayern eine Machbarkeitsstudie

vorgestellt. An deren Ergebnissen und auf Basis neuerer Erkenntnisse wird seither intensiv gearbeitet

– in zahlreichen Sitzungen vor Ort ebenso wie in Gesprächen in München und Berlin.

Dem Einsatz der CSU-geführten Landkreise Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen,

der CSU-Abgeordneten sowie der CSU-Kommunalpolitiker entlang der Strecken ist es zu verdanken,

dass konkrete Fortschritte erzielt wurden. So wurde im Dezember 2024 der erste Teilabschnitt von

Gunzenhausen nach Wassertrüdingen erfolgreich in Betrieb genommen. Der Freistaat Bayern

finanziert den Zugverkehr, der Landkreis Ansbach den ausgebauten Busverkehr im Hesselbergraum.

Für den Abschnitt Dombühl–Wilburgstetten liegt inzwischen die Zusage des Freistaats Bayern zur

Bestellung der Verkehre vor. Nachdem die Deutsche Bahn eine Streckensanierung abgelehnt hatte,

konnte der Landkreis Ansbach die private Mittelfränkische Eisenbahnbetriebsgesellschaft (MEBG) für

das Projekt gewinnen. Mit Unterstützung des Freistaats Bayern, des Landkreises Ansbach und der

Stadt Dinkelsbühl treibt die MEBG die Bauplanungen voran. Die Förderung der Baumaßnahmen soll

2026 beim Bundesverkehrsministerium beantragt werden; entsprechende Vorgespräche haben

bereits stattgefunden. Parallel bereiten sich die Kommunen entlang der Strecke mit Maßnahmen im

Bahnhofsbereich auf die Wiederaufnahme des Personenverkehrs vor. Zudem hat die MEBG die

Strecke Wilburgstetten–Nördlingen mit erheblichen eigenen Mitteln gesichert, sodass das Holzwerk

Rettenmeier weiterhin angebunden bleibt.

Auch für die Anbindung in Richtung Nördlingen laufen seit Jahren Gespräche. Für die Strecke

Wassertrüdingen–Nördlingen bestehen realistische Aussichten, sofern Attraktivität, Taktung und

Zugänglichkeit weiter verbessert werden. Für den Abschnitt Wilburgstetten–Nördlingen fehlen derzeit

noch die Voraussetzungen für eine Bestellung durch den Freistaat Bayern, allerdings haben sich die

Fahrgastprognosen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die Bemühungen werden daher

konsequent fortgesetzt.„Während bei uns seit Jahren konkret geplant, verhandelt und gebaut wird,

beschränkt sich die grüne Verkehrspolitik auf Schlagzeilen und Schuldzuweisungen. Wer echte

Mobilität will, muss Verantwortung übernehmen – nicht moralisieren“, so Huber abschließend.Die wortreiche Pauschalkritik des Grünen-Abgeordneten an der CSU dient damit vor allem dem

Zweck der Selbstinszenierung. Eine nachweisbare, konstruktive Arbeit an Lösungen für den ländlichen

Raum bleibt hingegen aus.



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