JU Landkreis Ansbach: Mobilität im ländlichen Raum darf nicht ideologisch ausgebremst werden
MdL Stümpfig reagiert auf den Neujahrsempfang der CSU Dinkelsbühl und verteufelt dabei erneut
das Auto als Verkehrsmittel. Aus Sicht der Jungen Union im Landkreis Ansbach sind jedoch
Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, ambulante Pflegedienste sowie viele weitere Einrichtungen heute
und auch künftig zwingend auf das Auto angewiesen. Der Öffentliche Personennahverkehr kann diese
Mobilitätsbedürfnisse im ländlichen Raum allein nicht leisten.
„Wer den Menschen auf dem Land das Auto madig macht, blendet ihre Lebensrealität völlig aus.
Mobilität ist keine Ideologiefrage, sondern eine Frage von Teilhabe, Arbeitsplätzen und
Versorgungssicherheit“, erklärt Valentin Huber, Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis
Ansbach.
Grüne Ideologien dürfen die Mobilität auf dem Land weder verhindern noch künstlich verteuern.
Deshalb sind auch weiterhin ein bedarfsgerechter Straßenbau sowie der verstärkte Umstieg auf
klimaschonende Antriebe notwendig. Gleiches gilt für einen leistungsfähigen, finanzierbaren und
realistisch konzipierten Öffentlichen Verkehr. Dieser wird sich künftig stärker auf Schülerverkehre,
Hauptachsen sowie flexible Verkehrsangebote konzentrieren müssen.
Junge Union und CSU im Landkreis Ansbach sowie in den Nachbarlandkreisen setzen sich seit vielen
Jahren konsequent für die Reaktivierung der Schienenstrecken von Nördlingen nach Gunzenhausen
beziehungsweise Dombühl ein. Bereits im Jahr 2012 wurde gemeinsam mit den Landkreisen Ansbach,
Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem Freistaat Bayern eine Machbarkeitsstudie
vorgestellt. An deren Ergebnissen und auf Basis neuerer Erkenntnisse wird seither intensiv gearbeitet
– in zahlreichen Sitzungen vor Ort ebenso wie in Gesprächen in München und Berlin.
Dem Einsatz der CSU-geführten Landkreise Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen,
der CSU-Abgeordneten sowie der CSU-Kommunalpolitiker entlang der Strecken ist es zu verdanken,
dass konkrete Fortschritte erzielt wurden. So wurde im Dezember 2024 der erste Teilabschnitt von
Gunzenhausen nach Wassertrüdingen erfolgreich in Betrieb genommen. Der Freistaat Bayern
finanziert den Zugverkehr, der Landkreis Ansbach den ausgebauten Busverkehr im Hesselbergraum.
Für den Abschnitt Dombühl–Wilburgstetten liegt inzwischen die Zusage des Freistaats Bayern zur
Bestellung der Verkehre vor. Nachdem die Deutsche Bahn eine Streckensanierung abgelehnt hatte,
konnte der Landkreis Ansbach die private Mittelfränkische Eisenbahnbetriebsgesellschaft (MEBG) für
das Projekt gewinnen. Mit Unterstützung des Freistaats Bayern, des Landkreises Ansbach und der
Stadt Dinkelsbühl treibt die MEBG die Bauplanungen voran. Die Förderung der Baumaßnahmen soll
2026 beim Bundesverkehrsministerium beantragt werden; entsprechende Vorgespräche haben
bereits stattgefunden. Parallel bereiten sich die Kommunen entlang der Strecke mit Maßnahmen im
Bahnhofsbereich auf die Wiederaufnahme des Personenverkehrs vor. Zudem hat die MEBG die
Strecke Wilburgstetten–Nördlingen mit erheblichen eigenen Mitteln gesichert, sodass das Holzwerk
Rettenmeier weiterhin angebunden bleibt.
Auch für die Anbindung in Richtung Nördlingen laufen seit Jahren Gespräche. Für die Strecke
Wassertrüdingen–Nördlingen bestehen realistische Aussichten, sofern Attraktivität, Taktung und
Zugänglichkeit weiter verbessert werden. Für den Abschnitt Wilburgstetten–Nördlingen fehlen derzeit
noch die Voraussetzungen für eine Bestellung durch den Freistaat Bayern, allerdings haben sich die
Fahrgastprognosen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die Bemühungen werden daher
konsequent fortgesetzt.„Während bei uns seit Jahren konkret geplant, verhandelt und gebaut wird,
beschränkt sich die grüne Verkehrspolitik auf Schlagzeilen und Schuldzuweisungen. Wer echte
Mobilität will, muss Verantwortung übernehmen – nicht moralisieren“, so Huber abschließend.Die wortreiche Pauschalkritik des Grünen-Abgeordneten an der CSU dient damit vor allem dem
Zweck der Selbstinszenierung. Eine nachweisbare, konstruktive Arbeit an Lösungen für den ländlichen
Raum bleibt hingegen aus.