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14.06.2016

Kreisdelegiertenversammlung in Gaimersheim

Auf ein erfolgreiches Jahr blickte der Kreisverband der Jungen Union Eichstätt auf seiner Kreisdelegiertenversammlung zurück. Kreisvorsitzender Johannes Zellmer konnte neben den knapp 100 anwesenden JU´lern unter anderem auch Landrat Anton Knapp, Bezirksrat Reinhard Eichiner und seine Vorgängerin Kreisrätin Maria Weber begrüßen. Beginnend mit seiner Wahl zum Kreisvorsitzenden im Vorjahr berichtete Zellmer über umfangreiche Tätigkeiten. Neben politischen Veranstaltungen wie der Besichtigung des Heizwerks in Eichstätt, dem Treffen mit jungen unbegleiteten Flüchtlingen oder dem kommunalpolitischen Abend mit JU-Mandatsträgern aus dem Landkreis hätten auch die gesellschaftlichen Veranstaltungen wie die alljährliche Skifahrt oder das Kreiskegelturnier wieder eine hohe Resonanz gefunden. Mit knapp 1000 Mitgliedern ist der Kreisverband nach wie vor der mitgliederstärkste Verband in Oberbayern und rangiert bayernweit auf Platz drei. Abschließend bedankte sich Zellmer bei seinen Vorstandmitgliedern und allen aktiven JU‘lern für ihre Arbeit im vergangen Jahr.

Anschließend gab Landrat Knapp in einem Grußwort einen Streifzug über die kommunalpolitische Lage im Landkreis. Hier ging er unter anderem auf die angestoßene Sanierung der Kliniken Eichstätt und Kösching ein. Als Referent fungierte der örtliche Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl. Einleitend warf er einen Blick zurück auf seine eigene JU-Zeit im Kreisverband, als dessen Kandidat er 2009 in den Bundestag eingezogen war. Auch bedankte sich Brandl für die Einladung und lobte die Arbeit der Jungen Union im Landkreis als einzige noch verbliebene politische Jugendorganisation. Durch ihre Mitgliederstruktur mit allen Berufsgruppen und Bildungsschichten sei die JU gut in der Bevölkerung verwurzelt. In seinem Bericht zur aktuellen politischen Lage in Berlin verwies Brandl auf einen schuldenfreien Haushalt und eine Rekordbeschäftigung im Land, was bei seiner Wahl in den Bundestag 2009 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise noch undenkbar gewesen sei. Ausführlich ging er auf die Digitalisierung ein, welche bedeute, dass die Welt zusammenwachse und scheinbar weit entfernte Konflikte wie etwa in Syrien unmittelbare Auswirkungen auf den Landkreis Eichstätt haben könnten. Nachdem die Digitalisierung bereits im Handel für massive Umwälzungen gesorgt habe, stehe nun die Digitalisierung der Industrie bevor. Hier sei insbesondere Deutschland als Industrienation gefragt und es müssten die politische Rahmenbedingungen geschaffen werden um die bevorstehenden Veränderungen in den Wertschöpfungsketten der industriellen Produktion positiv beeinflussen zu können um den gegenwärtigen Wohlstand erhalten zu können. Der Wohlstand von heute garantiere in einer sich immer schneller wandelnden Welt nicht automatisch den Wohlstand von morgen. Reformen und Veränderungen sind hierfür notwendig. Das geplante digitale Gründerzentrum in Ingolstadt sei in diesem Zusammenhang ein großer Gewinn für die wirtschaftliche Infrastruktur der Region 10. Auch die Auswirkungen des neuen Bundesverkehrswegeplans auf die Verkehrsinfrastruktur des Landkreises stellte Brandl dar. Hier sollen die B13 und die B16 ausgebaut werden. Bezugnehmend auf die Flüchtlingskrise verwies er auf Erfolge der CSU in Berlin. So sei den Vorschlägen der CSU wie etwa die Wiedereinführung der Residenzpflicht für Flüchtlinge zur Vermeidung von Gettobildungen, die Berücksichtigung von Straftaten im Asylverfahren oder die Einrichtung von sogenannten Balkanlagern anfangs mit viel Kritik begegnet worden, bevor Sie mit breiter Mehrheit beschlossen worden seien. Im Gegensatz zur AfD zeige die CSU nicht nur Probleme auf, sondern liefere auch konkrete und durchführbare Vorschläge zur deren Lösung. Er verwies darauf, dass Deutschland die Flüchtlingskrise nur zusammen mit den europäischen Partnerländern zu lösen in der Lage sei, da in einer globalisierten Welt alleine nichts mehr durchgesetzt werden könne. Hier erschwerten zunehmend instabile politische Verhältnisse und das Erstarken der Populisten in den europäischen Nachbarländern die Abstimmungsprozesse. Abschließend stellte sich Brand der Diskussion mit den Versammlungsteilnehmern. Hier lag der Schwerpunkt auf der Energiewende, dem Verhältnis der Unionsparteien untereinander und dem Visaabkommen mit der Türkei. Kreisvorsitzender Zellmer bedankte sich abschließend bei Brandl für den überaus informativen Vortrag und zeigte sich erfreut, dass unsere Region von einem solch kompetenten Abgeordneten in Berlin vertreten wird.



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