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28.02.2016

Junge Union über OB-Aussage empört

Die Junge Union der Stadt Neumarkt zeigt wenig Verständnis über die neuesten Aussagen des Oberbürgermeisters

Es gehört zum Demokratischen Grundverständnis in wichtigen und weitreichenden Entscheidungen, wie dem Bau eines 40-Millionen-Euro-Bades, verschiedene Meinungen zu akzeptieren. So sind die verschiedenen Aussagen diverser Stadträte, die in der Samstagsausgabe einer Neumarkter Tageszeitung aufgelistet sind, durchaus respektabel. Manch einer unterstützt das Projekt vorbehaltlos manch anderer hat Bedenken bzgl. Standort oder Kosten. Soweit so gut. Dieser politische Diskurs ist wichtig, richtig und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar.

Einzig das Zitat des Oberbürgermeisters wirft Fragen auf. Man sei noch nie so professionell bei einem Projekt vorgegangen wie hier, heißt es. Ob, und wenn ja wie, professionell wirklich bei dem Projekt Ganzjahresbad vorgegangen wurde, wird sich erst in einigen Jahren abschließend beurteilen lassen. Doch die Aussage allein macht die Mitglieder der Jungen Union Stadt Neumarkt stutzig. Die Frage, wie denn sonst mit Großprojekt umgegangen wurde und wird, drängt sich unweigerlich auf. Oder ist die Aussage gar das Eingeständnis, dass bisherige Projekte allesamt unprofessionell geplant und umgesetzt wurden? Oder noch schlimmer: Ist es der Stadtverwaltung unter der Leitung des Oberbürgermeisters überhaupt möglich professionell und effektiv zu arbeiten? Die starke personelle Aufblähung der Stadtverwaltung in den letzten Jahren müsste doch genau dies erhoffen lassen. „Durch diese Aussage allein diskreditiert der Oberbürgermeister sich und seine Verwaltung für das Vertrauen der Bevölkerung“, so der stellvertretende JU Vorsitzende und CSU Vorsitzende Martin Willjung.

Weiter heißt es in dem wörtlichen Zitat, dass ein anderer Standort für das Bad nicht existiere, weil die Stadt gar nicht über die nötigen Grundstücke verfüge. Dieser Beisatz offenbart die waren Abgründe des politischen Grundverständnisses des Oberbürgermeisters. Verwalten statt gestalten, scheint das Motto zu sein. „Genau das ist doch die Aufgabe“, so Stadtrat und Vorsitzender der JU Marco Gmelch „die Grundstücke für mögliche Großprojekte rechtzeitig und weitsichtig zu beschaffen, so wie es im Übrigen alle seine Vorgänger getan haben“. Die nötigen Grundstücke fehlen bei städtischen Großprojekten, möglichen Gewerbeflächen – was eine dramatische Abwanderung Neumarkter Unternehmen uns Umland erzwingt – so wie eventuellen Wohnbaugebieten.

Die Junge Union der Stadt Neumarkt hat spätestens jetzt das Vertrauen in die Politik des Oberbürgermeister und dessen Verständnis sich mit Sinn, Verstand, Herz und Leidenschaft für die Stadt und ihre Bevölkerung einzusetzen, endgültig verloren.