Leitlinie 4: Umweltschutz

Im Landkreis sind zahlreiche Naturschutzgebiete ausgewiesen. Diese sind unter allen Umständen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere aber auch als Naherholungsraum für die Bevölkerung zu erhalten. Die Junge Union setzt sich für den Erhalt und weiteren Ausbau dieser Landschaftsschutzgebiete ein. Gemeindewälder mit Vorbildfunktion (standortgerechter Mischwald) sollen geschaffen werden. Durch Erhaltung und Schaffung von Lebensräumen (Feuchtflächen, Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten) muss der Artenschutz gestärkt werden. Die zunehmende Anzahl von Unfällen in Biogasanlagen mit Gewässerverunreinigungen als Folge stimmt bedenklich. Hier fordern wir eine stärkere Regulierung und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Allgemein sollten Verstöße gegen Naturschutzauflagen unserer Meinung nach härtere Sanktionen mit sich bringen. Die Wasserversorgung soll auch zukünftig Aufgabe der Kommunen bleiben. Die Menschen mit Wasser zu versorgen, ist nach der Bayerischen Verfassung eine Aufgabe im eigenen Wirkungskreis der Kommunen. Eine Liberalisierung, also eine Wettbewerbsöffnung für private Konkurrenzunternehmen, lehnen wir ab. Die Kommunen müssen auch zukünftig für die Qualität und Hygiene des Trinkwassers verantwortlich bleiben. Wasser ist kein Wirtschaftsgut, sondern ein Lebensmittel. Effizienz und Wirtschaftlichkeit können durch Private-Public-Partnerships verbessert werden. Solche Modelle sind beispielsweise gemischtwirtschaftliche Unternehmen, an denen neben der Privatwirtschaft auch die Gemeinden beteiligt sind, oder Betreibermodelle, bei denen Kommunen ein privates Unternehmen mit der Wasserversorgung beauftragen, jedoch selbst als Wasserversorger auftreten.