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26.02.2015

Junge Union fordert Pflicht zur Masernimpfung

Erkrankungsfälle auch in der Region Rosenheim stark steigend

Nach dem tragischen Todesfall eines Kleinkindes in Folge einer Masernerkrankung fordert die Junge Union in Stadt und Landkreis Rosenheim die Einführung einer verpflichtenden Masernimpfung für Kleinkinder in Krippen und öffentlichen Einrichtungen. Auch in unserer Region sind die Fälle von Masernerkrankungen in der letzten Zeit sprunghaft angestiegen. Zudem liegt die Impfquote bei Kleinkindern in Stadt und Landkreis Rosenheim mit 40% weit unter dem wissenschaftlich empfohlenen Soll von 95%. Hierzu erklärten die Kreisvorsitzenden Daniel Artmann (Rosenheim-Stadt) und Florian Gerthner (Rosenheim-Land):

„Der tragische Todesfall hat leider gezeigt, dass Masern aufgrund ihrer schwerwiegenden möglichen Komplikationen nicht als harmlose Kinderkrankheit bezeichnet werden können. Bei Masern handelt es sich um eine Virusinfektion mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Der Virus ist in der Lage, das zentrale Nervensystem zu befallen und hinterlässt zudem eine langwierige Immunschwäche, die das Auftreten anderer Infektionen begünstigt. Masern sind zudem extrem ansteckend.

Aus Angst vor den Nebenwirkungen der Impfung oder aus Nachlässigkeit lassen viele Eltern ihre Kinder nicht mehr gegen die Masern impfen. Dabei ist das Risiko eines Impfschadens viel geringer als das eines bleibenden Schadens nach der Erkrankung. Außerdem steigt die Gefahr für Kinder, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.“

Um solch traurigen Fällen in Zukunft entgegenwirken zu können, fordert die Junge Union im Sinne des Kindeswohls die Einführung einer verpflichtenden Masernimpfung. So sollen in Kinder bei der Anmeldung in öffentlichen Einrichtungen, wie Kinderkrippen, in Zukunft einen Impfnachweis erbringen müssen. Außerdem ist eine Aufklärungskampagne über die Risiken durch die Impfverweigerung für das eigene Kind, aber auch die gesamte Gesellschaft dringend notwendig, so Artmann und Gerthner.