23.02.2017

Keris-JU läutet Wahljahr ein

Der Kreisverband der Jungen Union Neumarkt startete mit Alois Karl, MdB in das Wahljahr

Traditionsgemäß folgten auch in diesem Jahr wieder viele Mitglieder des JU-Kreisausschusses der Einladung der Vorsitzenden Angelina Stigler zum alljährlichen Jahresauftaktessen. Dieses Jahr verschlug es die JU ins Sportheim nach Seubersdorf, um in entspannter Atmosphäre das neue politische Jahr und die neuen politischen Herausforderungen zu thematisieren. „In diesem Jahr stehen viele verbandsinterne und öffentliche Wahlen an. Ich freue mich diese Herausforderungen heute mit unserem CSU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Alois Karl thematisieren zu können“, begrüßte Stigler die Anwesenden Mitglieder und den Ehrengast.

Nach kurzen Vorbesprechungen zu organisatorischen und terminlichen Themen – in diesem Jahr muss turnusgemäß in allen internen Verbänden neu gewählt werden – wurde das Wort rasch an Alois Karl übergeben.

Alois Karl sensibilisierte zu Beginn seiner Ausführungen die JU-ler für die Notwendigkeit in der Politik bei objektiven Wahrheiten zu bleiben. „Wir haben eine Situation, in der viele Diskussionen postfaktisch und mit sogenannten alternativen Wahrheiten und Fake-News geführt werden. Das ist nicht das Niveau der CSU“, stellte Alois Karl selbstbewusst fest. Lieber solle man auf die nachweisebaren Erfolge der letzten Wahlperioden verweisen, so Karl. Nach Ansicht des CSU-Kreisvorsitzenden ist es gerade in emotionalisierten Zeiten wichtig, die objektiv gute Situation in unserem Land zu betonen. Als Beispiele führte er die Halbierung der Arbeitslosenzahlen innerhalb der letzten zwei Legislaturperioden und die positive Entwicklung des Bundeshaushaltes an. „Noch vor wenigen Jahren hat Deutschland mit sozialdemokratischen Finanzministern jährlich Schulden in zweistelliger Milliardenhöhe aufgenommen. Allein für 2009 plante Hans Eichel mit einer Neuverschuldung von 87 Milliarden Euro. 2014 konnten wir erstmals seit 1969 auf neue Bundesschulden verzichten. 2015 und 2016 haben wir sogar einen Milliardenüberschuss erzielt“, freute sich Karl. „Gerne hätten wir den Etatüberschuss 2016 zum Schuldenabbau genutzt. Das ist aber auf den erbitterten Wiederstand der Genossen gestoßen und war SPD einfach nicht zu machen! Deshalb haben wir diese Mittel in die Rücklagen eingestellt.“ Bevor Alois Karl sich den Fragen der jungen CSU-ler stellte, machte er noch einmal deutlich, dass Deutschland und Bayern nicht zuletzt auch wegen der CSU so gut dastünden. Dass die CSU in Bayern seit sechzig Jahren durchgehend den Ministerpräsidenten stellt, hätte unserem Land sicher nicht geschadet, urteilte Alois Karl.

Anschließend eröffnete der frühere Kreisvorsitzende der JU Dr. Maximilian Federhofer die Diskussion. Wie er die neuen Mehrheitsverhältnisse in Amerika und den damit verbunden „Rechtsrutsch“ bewerte, wollte er von Alois Karl wissen. Dieser gab zu bedenken, dass es grundsätzlich geboten sei – gerade, weil aktuell so oft gefordert – demokratische Wahlen zu akzeptieren, machte aber gleichzeitlich deutlich, dass diese Situation für einen Christdemokraten natürlich unbefriedigend sei. Auch auf Vorstandsmitglied Martin Willjungs Frage, ob es für einen CSU-ler befriedigend sein kann, einen Sozialdemokraten als Bundespräsident wählen zu müssen, gab Alois Karl deutliche Antworten: „Wir mussten diesen Kompromiss mit der SPD machen, nicht zuletzt weil in der CDU keine qualifizierten und ambitionierten Kandidaten zur Verfügung standen. Allerdings haben wir mit Steinmeier noch einen der wenigen brauchbaren SPD-ler gewählt.“