02.08.2025

Wie entsteht die Zeitung von morgen?

Junge Union besucht die Druckerei der Landshuter Zeitung – Austausch mit Redaktion und Schulung im Schreiben

Wo am Spätabend die Druckmaschinen endlos laufen, entsteht die Zeitung von morgen: Die Junge Union im Landkreis Landshut hat einen Blick hinter die Kulissen der Landshuter Zeitung geworfen – und mitgenommen, wie aus einer Idee ein Bericht wird, wie sie gedruckt, gefaltet, ausgeliefert und schließlich gelesen wird.

In der Druckerei an der Porschestraße wird es laut, sobald die Rollenoffset-Maschine anläuft. Eine Vielzahl an Exemplare pro Stunde spuckt der gigantische Druckturm aus – nicht nur die Abendzeitung, sondern alle Ausgaben im Landkreis werden hier produziert. Es wird gedruckt, Beilagen eingelegt, Pakete geschnürt – ab Mitternacht rollt der erste Transporter an die Verteilstellen.

Politik braucht die lokale Presse

„Wer Politik vor Ort macht, braucht die Zeitung vor Ort. Ohne den regionalen Journalismus fehlt uns das Sprachrohr in die Mitte der Gesellschaft“, sagte JU-Kreisvorsitzender Stefan Berghammer im Austausch.

Neben Drucktechnik gab es auch Denksport: Im Gespräch mit Michael Faaß, Redaktionsleiter für den Landkreis Landshut, ging es um das Handwerk des Schreibens. Wie wird ein Bericht spannend? Was macht eine gute Überschrift aus? Und warum sind klare Sätze besser als lange?

„Texte müssen lebendig sein – und konkret“, gab Faaß mit auf den Weg. Geschichten, die hängen bleiben, beginnen nicht mit der Tagesordnung oder Worthülsen, sondern mit Menschen, Konflikten, Entscheidungen.

Ehrenamt ist die Lebensader der Zeitung

Besonders wichtig: die Nähe. Die Zeitung lebt von Berichten aus den Vereinen, Organisationen und Kommunen. „Ohne das Ehrenamt, ohne lokale Stimmen gäbe es diese Zeitung nicht in dieser lebhaften Form“, betonte Faaß.

Ein Thema kam in der Diskussion ebenfalls auf den Tisch: die Digitalisierung. Zwar läuft nachts die Druckmaschine heiß, doch auch das E-Paper wird für viele Leser immer wichtiger.

Am Ende nahmen die JU-Mitglieder nicht nur den Geruch von Druckerschwärze mit nach Hause, sondern auch eine klare Erkenntnis: Die Zeitung von morgen entsteht mit Herz, Hand – und klaren Botschaften.



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