22.02.2017

Wissen was wir essen

Diplom Ökotrophologin Christa Katzdobler appelliert an Verbraucher

(jp) Am Mittwoch 22. Februar fand im Vereinsheim Fischerdorf ein hoch interessanter Vortrag der Frauenunionsvorsitzenden in Deggendorf und Dipl. Ökotrophologin Christa Katzdobler statt. „Ich will wissen was ich esse – Was steckt wirklich in unserer Nahrung und wie wird unser Essen von der Industrie vermarktet?“ lautete der Titel des 1 ½ Stündigen Vortrags, der von der Jungen Union im Kreisverband Deggendorf in Zusammenarbeit mit der Frauenunion Deggendorf und dem CSU Stadtverband organisiert wurde.

JU Kreisvorsitzender Tobias Beer begrüßte alle Anwesenden Gäste und dankte Christa Katzdobler für den Zeitaufwand der damit verbunden sei. Außerdem konnte er zahlreiche Ehrengäste Namentlich begrüßen, u.a. Oberbürgermeister Dr. Christian Moser, Franz Xaver Heigl in Vertretung für den Stadtverband, Fraktionsvorsitzender der CSU Stadtratsfraktion Paul Linsmaier, stellvertretender Landrat Josef Färber, stellvertretende Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion im Landkreis Deggendorf Yvonne Pletl und CSA Kreisvorsitzender Oliver Antretter.

Franz Heigl betonte, Essen sei ein heiß diskutiertes Thema. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft werde durch den Verbraucher immer mehr gefordert. Man sei froh, dass es jetzt endlich wieder auch um Interessen der kleinen Landwirte gehe. „Bio ist nicht gleich Bio!“ so Heigl. Er dankte Christa Katzdobler im Voraus, dass Sie sich die Zeit nimmt, diesen Vortrag zu halten.

„Die Kartoffel weich zu bekommen ist nicht so einfach wie es scheint und für manche ist dies gar unmöglich.“ so Katzdobler. Viele Informationen wurden den ca. 50 Gästen mit auf den Weg gegeben. Eine wäre, dass z. B. geistige Arbeit keine gespeicherte Energie verbrennen kann. Sie verbraucht lediglich den „Körperstrom“. Katzdobler vergleicht das Gehirn mit einem PC. Wenn man dem PC keinen Strom liefert, läuft nichts. So sei dies auch mit dem Gehirn. Es brauche Energie, aber keine aus der Batterie sondern aus der Steckdose, die unmittelbar zugeführt wird. Deswegen seien fünf Mahlzeiten am Tag auch besser als drei, so Katzdobler, da diese mehr Energie auf den Tageshaushalt verteilen.

Christa Katzdobler kritisierte v. a. auch die Lebensmittelindustrie. Cornflakes mit einem Verfallsdatum von 1996 sind immer noch genießbar, da sie zu 100 Prozent aus Zucker hergestellt seien. Abgepackte Wurst sei nach 3 Jahren nach Erreichen des Haltbarkeitsdatums immer noch haltbar, da diese mit einer Fructoseglasur überzogen wurde. Der Verbraucher würde nach Strich und Faden veräppelt werden ohne es zu wissen. Auch kritisierte sie, dass in den Schulen keine Ernährungskunde unterrichtet würde. „Wir können nicht warten bis das Kultusministerium in zehn oder mehr Jahren den Lehrplan ändert und dann es schon zu spät ist. Wir müssen jetzt etwas unternehmen. Sonst ist die Generation verloren!“ Deswegen werden auch schon intensive Gespräche mit dem Kultusministerium gesucht und geführt. „Nichts desto trotz ist es an der Zeit zu handeln und zwar jetzt!“ Der Antrag der Frauenunion das Fach wieder in den Schulen einzuführen wird auch von der Jungen Union ausdrücklich unterstützt. „Unsere Generation soll wieder mehr in wissen was sie ist!“ so Beer Tobias. Nach diesem interessanten Vortrag kam noch die Anmerkung von dem AKS Kreisvorsitzenden Roland Kufner, dass es nun an der Zeit wäre die Chance zur Realisierung zu nutzen.

Franz Heigl bedankte sich im Namen der JU, FU und der CSU für diesen Vortrag und übergab als Geschenk im Namen von Oberbürgermeister Dr. Christian Moser eine Kiste mit einem Wein aus Neusiedl am See. Auch der JU Kreisvorsitzende dankte Katzdobler für diesen interessanten und aufschlussreichen Vortrag, der vor allem für junge Eltern sehr Gewinn bringend war.



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