25.02.2026
JU fordert schnellere Genehmigungen und mehr Wohnraum
Besichtigung bei Moosleitner zeigt Herausforderungen der Bauwirtschaft
Die Junge Union BGL tritt erstmals mit einer eigenen Kreistagsliste bei der
Kommunalwahl an. Wenige Tage vor der Wahl informierten sich die Kandidaten der JU bei einem Besuch des Surheimer Bau- und Kiesunternehmens Moosleitner über die Herausforderungen der Bauwirtschaft.Die JU macht sich in ihrem Wahlprogramm besonders für die Stärkung von Infrastruktur, mehr bezahlbaren Wohnraum, und auch schnellere Verwaltungsverfahren stark – Themen, die auch für die regionale Bauwirtschaft von zentraler Bedeutung sind. Die JU-Kandidaten besichtigten
das Werk am Firmensitz in Surheim, wo sie von Geschäftsführer Mathias Moosleitner persönlich begrüßt wurden. Der 29-Jährige führte die Gruppe über das Gelände, hinauf bis auf den Turm der Betonmischanlage.Im anschließenden Gespräch erläuterte Moosleitner die Entwicklung des Familienbetriebs über drei Generationen. Heute betreibt die Moosleitner‑Unternehmensgruppe mehrere Betonwerke, Deponien und Entsorgungsanlagen auf beiden Seiten der Salzach und deckt damit die ganze
Wertschöpfungskette entlang von Baustoffen ab. Mit rund 130 Beschäftigten zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern in der Gemeinde Saaldorf‑Surheim, darunter viele Mitarbeiter mit Migrationshintergrund, deren erfolgreiche Integration dem Unternehmen besonders wichtig ist.Auch über die wirtschaftliche Lage wurde offen gesprochen. Die Bauwirtschaft spüre die aktuelle Rezession deutlich, so Moosleitner: Hohe Preise, dünne Auftragslage und teure Kredite belasteten die Branche. Trotzdem zeigt sich der Geschäftsführer vorsichtig optimistisch, dass sich die Lage perspektivisch erholen werde.Besonders kritisch sieht Moosleitner die überbordende Bürokratie. Lange Genehmigungsverfahren, Klagen von Verbänden und komplizierte Dokumentationspflichten seien ein ernstes Hindernis: „Es kann nicht sein, dass schon der bloße Verdacht auf geschützte Arten jedes Vorhaben jahrelang blockiert“, so Moosleitner. Die JU teilt diese Einschätzung und fordert deshalb verbindliche Bearbeitungsfristen, effizientere Verwaltungsprozesse sowie auf
übergeordneter Ebene eine klare Begrenzung von Verbandsklagerechten, damit wichtige Infrastruktur‑ und Wohnbauprojekte schneller umgesetzt werden können.JU‑Spitzenkandidat Alexander Wimmer betonte vor Ort: „Für einen Ausbau von Infrastruktur und die Schaffung von Wohnraum brauchen wir neben schnelleren Genehmigungen und Abbau von Bürokratie vor allem auch eine starke heimische Bauwirtschaft. Im Landkreis gibt es viele starke Betriebe, die zeigen, dass es an Leistungsfähigkeit nicht fehlt.“Das Unternehmen selbst engagiert sich seit Jahren für Nachhaltigkeit: Es besitzt das CSC‑Zertifikat für umweltschonende Abbauprozesse, erzeugt eigenen Strom mittels Photovoltaik und setzt auf Kreislaufwirtschaft, indem es Abbruch- und Aushubmaterial im Rahmen der Möglichkeiten wiederverwendet.Zum Abschluss bedankte sich die JU‑Kreisvorsitzende Hannah Lotze herzlich für den Einblick: „Wir bedanken uns für die spannende, offene und sehr informative Führung. Solche Besichtigungen helfen uns enorm, die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft besser zu verstehen und diese in die Gremien einzubringen.“