26.11.2025

Junge Union will in den Kreistag

JU BGL schreibt mit eigenständiger Liste Geschichte: 60 junge Kandidatinnen und Kandidaten starten selbstbewusst in den Wahlkampf

Die Junge Union Berchtesgadener Land (JU) stellt zur kommenden Kommunalwahl erstmals eine völlig eigenständige und selbst verantwortete Kreistagsliste auf. Bei dieser Premiere treten 60 hochmotivierte junge Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren an, um die kommunale Politik des Landkreises nachhaltig zu prägen und zu verjüngen.
Damit die JU überhaupt am 8. März auf dem Stimmzettel stehen kann, braucht sie rund 400 Unterstützerunterschriften in den Rathäusern des Landkreises. Es sind also die Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises gefragt, es der Jungen Union zu ermöglichen, überhaupt zur Wahl anzutreten. Zwischen dem 10. Dezember und dem 19. Januar liegen in den Gemeindeverwaltungen Listen zur persönlichen Eintragung aus. Die Botschaft der JU ist klar: Wer frischen Wind im Kreistag möchte, kann schon heute im Rathaus den Grundstein dafür legen.
Zu dieser besonderen Aufstellungsversammlung in Ainring begrüßte die Kreisvorsitzende der Jungen Union, Hannah Lotze, zahlreiche Mitglieder und Gäste. Vor der eigentlichen Nominierung wollte sich die JU auf einen Landratskandidaten festlegen. Die JU-Kreisvorsitzende erklärte, dass man bewusst darauf verzichtet habe, einen eigenen Kandidaten für das Landratsamt aufzustellen: Mit Franz Rasp gebe es bereits einen hochqualifizierten Bewerber mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung.
JU stellt sich hinter Franz Rasp
Rasp sei als Bürgermeister von Berchtesgaden tief in den Themen des Landkreises verwurzelt und bringe nicht nur Verwaltungswissen, sondern auch Entschlossenheit, Herzblut und Bodenständigkeit mit. Lotze beschrieb Rasp als einen Politiker, „der zuhören kann, der hartnäckig nachfragt, der sich nicht scheut, den Finger in die Wunde zu legen – und der gleichzeitig selbst anpackt“. Gerade für die Anliegen der jungen Generation habe er ein offenes Ohr. Angesichts der drängenden Herausforderungen sei er „der richtige Mann zur richtigen Zeit“.
Rasp bedankte sich in seinem Grußwort für das Vertrauen und ging ausführlich auf die Themen ein, die besonders junge Menschen bewegen: Die Wohnraumsituation im Landkreis sei schwierig, nicht weil es keinen Wohnraum gebe, sondern weil er ungünstig verteilt sei. Auch die Zukunft der lokalen Krankenhäuser sei ein Thema der jungen Generation, da es nur mit einer guten Gesundheitsversorgung vor Ort weiterhin möglich sei, junge Familien hier zu halten oder nach Ausbildung oder Studium zurückzugewinnen. Die JU-Mitglieder folgten dem Vorschlag des Kreisvorstands und beschlossen einstimmig die Unterstützung von Franz Rasp als Landratskandidat.
Vielfältige Kreistagsliste nominiert
Danach wandte sich die Versammlung ihrem Kernanliegen zu – der Aufstellung der Kreistagsliste. Die Zahlen lassen aufhorchen: 60 Männer und Frauen aus allen 15 Gemeinden des Landkreises, zwischen 18 und 35 Jahren, bilden einen beeindruckenden Querschnitt der Gesellschaft. Vertreten sind Schüler sowie Studierende, ebenso Handwerker, Landwirte, Gastronomen, junge Unternehmer und Angestellte. Aus dem öffentlichen Dienst stoßen Verwaltungsfachkräfte, Juristen, Polizeibeamte und Soldaten hinzu; aus modernen Berufsfeldern bereichern Informatiker, Ingenieure und junge Menschen aus der Medienbranche und dem Bau- und Planungswesen die Liste. Auch soziale und pädagogische Berufe sowie viele junge Eltern sind vertreten. Besonders hervorzuheben ist das breite Spektrum ehrenamtlich Engagierter – in Kirche, Feuerwehr, Sportvereinen, Musikkapellen, Schützen- und Trachtenvereinen und zahlreichen weiteren Initiativen. Die Vorsitzende betonte: „Diese Liste bildet die ganze Bandbreite unserer Generation im gesamten Landkreis ab und bringt somit eine gewaltige fachliche Expertise in allen Bereichen der Kreispolitik mit.“
Es folgte die Vorstellung aller 60 Kandidatinnen und Kandidaten, unter ihnen auch viele bekannte Namen (siehe Kasten). Die Versammlung wurde dadurch spürbar belebt und die Vielfalt der Liste wirkungsvoll unterstrichen. Die anschließende geheime Abstimmung war aus Sicht der Jungen Union erfreulich, die Liste wurde einstimmig und unter begeistertem Applaus angenommen.
Spitzenkandidat Alexander Wimmer
An der Spitze der JU-Liste steht mit Alexander Wimmer ein 25-jähriger junger Mann, der kommunalpolitische Erfahrung, berufliche Fachkompetenz und vielfältiges ehrenamtliches Engagement vereint. Seit 2020 sitzt er im Gemeinderat in Bischofswiesen, ist seit Jahren in verschiedenen Ämtern in JU und CSU tätig und arbeitet nach absolviertem Studium in der Wirtschaftsprüfung.
In seiner Vorstellung formulierte Wimmer klare Schwerpunkte für die Junge Union: „Wir wollen eine gute Zukunft für die junge Generation im Landkreis. Das heißt: Umfangreichere Schaffung von Wohnraum, Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandorts und damit Sicherung und Ausbau guter Arbeitsplätze.“ Das Ehrenamt, das auf der Liste der JU gut repräsentiert sei, solle weiter gestärkt und gefördert werden, als Zeichen einer starken Gesellschaft, so Wimmer.
JU-Kreisvorsitzende Hannah Lotze, die bewusst auf Platz 2 kandidiert und von dort den Spitzenkandidaten und die gesamte Liste unterstützt, hob auf der Versammlung hervor: „Die Spitzenkandidatur ist durch sein kontinuierliches, tatkräftiges Engagement abolut verdient. Ich freue mich, dass wir als Team so hervorragend zusammenarbeiten und uns gegenseitig ergänzen“.
Auf allen Ebenen einflussreich
Die Wahlleitung hatte an diesem Abend der stellvertretende JU-Landesvorsitzende Joseph Mörtl aus Bergen übernommen, der mit routinierter Souveränität durch die Formalien führte. „Während im Berchtesgadener Land eine neue politische Generation antritt, prägt die Junge Union gleichzeitig bundesweit wichtige Zukunftsdebatten“, so Mörtl in seinem kurzen Beitrag. Vor allem in der aktuellen Rentendiskussion zeige die JU, dass junge Stimmen Einfluss haben und generationengerechte Politik einfordern. Aus der Gesellschaft erfahre die Junge Union dabei viel Unterstützung. Dieser Rückenwind aus Berlin bestärkt auch die JU vor Ort, denn die Themen, die in Berlin diskutiert werden – Zukunftssicherheit und solide öffentliche Finanzen – spiegeln sich auch in kommunalen Debatten wider. Im Landkreis geht es für die JU um gerechte Chancen, bezahlbares Wohnen, gesicherte Gesundheitsversorgung und eine attraktive Heimat für kommende Generationen.
Auch die Kreisvorsitzende der CSU, Staatsministerin Michaela Kaniber, gratulierte der Jungen Union zu diesem mutigen Schritt und der starken Liste: „Es geht um eure Zukunft. Ihr bringt neue Perspektiven, frischen Wind und auch den Mut mit, mal ganz anders zu denken.“ Die Beteiligung der JU sei deswegen zentral für eine nachhaltige gute Entwicklung des Landkreises für kommende Generationen, so Kaniber.
Unterstützerunterschriften jetzt notwendig
Für die Teilnahme an der Kommunalwahl ist die JU nun auf rund 400 Unterstützerunterschriften angewiesen. Zwischen dem 10. Dezember und dem 19. Januar liegen in allen Rathäusern entsprechende Listen aus. Hierfür werden auch spezielle Öffnungszeiten angeboten. In ihren Schlussworten machten Lotze und Wimmer deutlich, wie entscheidend diese Phase sei: „Wir können nur antreten, wenn wir die Unterstützung der Bevölkerung erhalten. Deshalb der Appell: Motiviert Freundinnen und Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, Kollegen und Nachbarn. Jede Unterschrift öffnet uns als junger Generation die Tür zur politischen Gestaltung.“ Die Botschaft des Abends sei eindeutig: Die Zukunft des Berchtesgadener Landes hat eine neue, starke, junge Stimme, die bereit und entschlossen ist, Verantwortung zu übernehmen.
Die Kandidaten im Einzelnen:
1. Alexander Wimmer, 25 Jahre, Bischofswiesen;
2. Hannah Lotze, 28, Ainring;
3. Ludwig Haumann, 22, Anger;
4. Florian Schwaiger, 29, Schönau am Königssee;
5. Maximilian Hörl, 27, Freilassing;
6. Bettina Kurzmeier, 32, Anger;
7. Philipp Reumann, 21, Bad Reichenhall;
8. Sebastian Brandl, 20, Bischofswiesen;
9. Franz Rehrl, 33, Freilassing;
10. Antonia Voss, 23, Ramsau;
11. Matthias Wich, 34, Bad Reichenhall;
12. Franz Rasp jun., 19, Berchtesgaden;
13. Viktoria Kaniber, 21, Bayerisch Gmain;
14. Emmanuel Fritzenwenger, 22, Teisendorf;
15. Paul Schubert, 21, Schneizlreuth;
16. Stefan Haunsberger, 33, Marktschellenberg;
17. Elisabeth Widmann, 22, Laufen;
18. Stefan Albert, 22, Anger;
19. Max Neudecker, 32, Bischofswiesen;
20. Veronika Wolf, 33, Piding;
21. Vitus Vogler, 19, Saaldorf-Surheim;
22. Jenny Wimmer, 31, Schönau am Königssee;
23. Andreas Bönsch, 33, Ramsau;
24. Philipp Hörl, 18, Bad Reichenhall;
25. Tobias Dostthaler, 26, Berchtesgaden;
26. Andreas Hahnemann, 32, Teisendorf;
27. Mathias Campestrini, 22, Schneizlreuth;
28. Michael Kleinert, 29, Bischofswiesen;
29. Christian Hofmann, 24, Freilassing;
30. Andreas Schmid, 29, Bad Reichenhall;
31. Alisa Pflug, 33, Berchtesgaden;
32. Thomas Mühlbauer, 33, Ainring;
33. Theresa Graßl, 24, Schönau am Königssee;
34. Stephanie Weber, 22, Bischofswiesen;
35. Anna Schwabl, 20, Bayerisch Gmain;
36. Michael Rasp, 18, Berchtesgaden;
37. Nathalie Berghammer, 34, Teisendorf;
38. Christoph Irlinger, 23, Bischofswiesen;
39. Johannes Mayer, 25, Anger;
40. Daniel Donaubauer, 29, Schönau am Königssee;
41. Franz Hasenknopf, 21, Bad Reichenhall;
42. Christina Neudecker, 31, Bischofswiesen;
43. Sebastian Lochner, 26, Marktschellenberg;
44. Florian Podehl, 31, Freilassing;
45. Franziska Renoth, 35, Berchtesgaden;
46. Laura Bauregger, 19, Schneizlreuth;
47. Johann Hubmann, 31, Bad Reichenhall;
48. Matthias Datz, 25, Bischofswiesen;
49. Sofia Färbinger, 23, Bayerisch Gmain;
50. Thomas Brandner, 24, Schönau am Königssee;
51. Markus Stock, 21, Bad Reichenhall;
52. Florian Moderegger, 22, Berchtesgaden;
53. Daniela Oellerer, 35, Saaldorf-Surheim;
54. Christian Lichtmannegger, 34, Bischofswiesen;
55. Alan Fruk, 22, Ainring;
56. David Reumann, 19, Bad Reichenhall;
57. Johanna Weber, 19, Bischofswiesen;
58. Richard Utzmeier, 28, Freilassing;
59. Sophia Weiß, 34, Schönau am Königssee;
60. Josef Wetzelsperger, 32, Teisendorf.

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