03.07.2022

Zwischen Kölsch und Karneval

Junge Union unternimmt Ausflug an den Rhein

Nach langer Zeit unternahm die Junge Union wieder einen gemeinsamen größeren Ausflug. Diesmal sollte es auf Wunsch der Mitglieder nach Köln gehen.

Nach einer von Verspätungen geprägten Anreise kamen die JUler am Abend in der Domstadt an und absolvierten mit der Brauhausführung gleich ihren ersten Programmpunkt. Das Kölsch, ein obergäriges Bier, wird zwar für bayerische Verhältnisse in sehr kleinen Gläsern ausgeschenkt, schmeckte aber allen deutlich besser als erwartet. Neben der Braugeschichte Kölns konnte der Tourenguide auch allerlei Interessantes zur Stadt und ihrer Kultur erzählen, die vor allem vom Karneval lebt. Die heutige Form des Karnevals entstand aus einer Persiflage des preußischen Militarismus. „Pest, Protestanten und Preußen sind unserer ärgstem Feinde“, meinte er schmunzelnd und schon war eine Gemeinsamkeit zum überwiegend katholischen Bayern gefunden.

Der nächste Tag begann dann mit einer größeren Führung durch die Altstadt Köln. Vom Dom, der übrigens nicht Bischofssitz ist, sondern „sich selbst gehört“, wie es der Stadtführer ausdrückte, ging es über die großen Plätze und enge Gässchen, vorbei an der Parfümerie Farina, der ältesten Kölns, zum alten Rathaus. An vielen Ecken ließen sich Kuriositäten entdecken, Spottstatuen etwa wie die von Konrad von Hochstaden, die dem Betrachter den nackten Hintern entgegen reckt. Dabei beantwortete der Stadtführer freilich auch viele Fragen der Gruppe und erzählte die ein oder andere Anekdote.

Nach einem Mittagessen im Gasthaus Lederer stand der erste politische Programmpunkt an. Der Kreisvorsitzende der CDU Köln, Bernd Petelkau, empfing die JUler zu einem Gespräch im neuen Rathaus und sprach mit ihnen über die Stadtpolitik. Die Grünen sind hier der Hauptgegner der CDU und konnten bei der vergangenen Landtagswahl einige Mandate erringen. Es ginge nun darum, einen Spagat zu machen zwischen der neuen schwarz-grünen Koalition im Land und der markanten Abgrenzung in der Stadt, so Petelkau. Mario Schmitz, einer der Kölner JUler, der auch in der Stadtteilsvertretung für den innerstädtischen Bezirk sitzt, konnte zudem noch von deren Aktivitäten berichten, wenn es beispielsweise um autofreie Zonen und bessere Bürgerbeteiligung geht.

Den Abschluss des Tagesprogramms bildete eine Schifffahrt auf dem Rhein, bei der auch die Kölner JU mit dabei war.

Der Samstag Vormittag war schließlich dem Wahrzeichen der Stadt, dem Kölner Dom, gewidmet. Nach dem Gottesdienst bekamen die JUler eine fachkundige Führung durch den monumentalen Bau, dessen bedeutendste Reliquie die Gebeine der Heiligen Drei Könige sind. Daneben beeindruckt der Dom auch mit seinen bunten Fenstern, von denen einige auch von bayerischen Herzögen gestiftet wurden, und mit allerhand Figuren aus den unterschiedlichsten Epochen.

Am Nachmittag war die Junge Union BGL nach Dortmund zum NRW-Tag des JU-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen eingeladen. Die JUler ließen es sich nicht nehmen gemeinsam mit den Kölner Kollegen dorthin zu fahren, um den neuen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst live zu erleben und der Nominierung von Johannes Winkel als neuen JU-Bundesvorsitzenden beizuwohnen. Im Schatten des BVB-Stadions gab es im Biergarten danach auch noch genügend Gelegenheit sich mit den JUlern aus dem ganzen Bundesland auszutauschen.

Nach drei intensiven Tagen ging es am Sonntag wieder zurück ins Berchtesgadener Land. Die JU zieht ein durchweg positives Fazit: „Ein wirklich gelungener Ausflug! Besonders schön war vor allem, dass uns die Kölner JU zu vielen Punkten begleitet hat und so neue Freundschaften entstanden sind“, so die Kreisvorsitzende Hannah Lotze.



2022-07-03-koeln-03.jpg
2022-07-03-koeln-06.jpg
2022-07-03-koeln-05.jpg
2022-07-03-koeln-04.jpg
2022-07-03-koeln-02.jpg
2022-07-03-koeln-01.jpg