27.01.2026

Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland: Bauernverbandspräsident

Günther Felßner über Zukunft der Landwirtschaft in der Kommunalpolitik

Der gemeinsame Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland in Rügland

stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft und ihrer zentralen Bedeutung für die Zukunft der

Kommunalpolitik. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden und der Bürgerschaft folgten der

Einladung.

Den offiziellen Auftakt machte Werner Dreiskemper, Ortsvorsitzender der CSU Rügland, der die Gäste

begrüßte. Anschließend führte Valentin Huber, Kreisvorsitzender der Jungen Union Ansbach-Land, in

das zentrale Thema des Abends ein. Huber betonte, dass die Landwirtschaft nicht nur ein

bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein essenzieller Bestandteil des Lebensraums im

ländlichen Landkreis Ansbach sei. Besonders hob er den Standort Triesdorf hervor, der mit seinen

Ausbildungsprogrammen, Forschungsprojekten und innovativen Agrartechnologien ein

Zukunftsprojekt für die gesamte Landwirtschaft darstelle. Huber unterstrich, dass in Triesdorf

kontinuierlich Innovationen entstehen, die Modellcharakter für die gesamte Region haben.

Außerdem erwähnte er den Startschuss für die Zukunftswerkstatt Schwein, ein Projekt, das die

Weiterentwicklung der Schweinehaltung in Bayern unterstützt und die Verbindung von traditioneller

Landwirtschaft mit modernen Methoden zeigt. Huber betonte die Notwendigkeit, die

Rahmenbedingungen für Landwirte im ländlichen Raum zu weiter zu verbessern, etwa durch weniger

Bürokratie, nachhaltige Infrastruktur und gezielte Förderung regionaler Projekte.

Im Hauptvortrag widmete sich Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands, dem

Thema „Wie die Landwirtschaft die Aufgaben für die Kommunalpolitik sieht“. Felßner machte

deutlich, dass Ernährungssicherheit eine zentrale Aufgabe der Landwirtschaft ist, da sie als regionaler

Nahrungsmittellieferant eine stabile Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Regionale

Wertschöpfung, sichere Lieferketten und unabhängige Produktion seien unerlässlich, um Krisen wie

Lieferengpässe abzufedern. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Landwirtschaft als Produzent

von Energie. Durch Biogas, Photovoltaik-Anlagen oder andere innovative Energieformen könne die

Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten und so

Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Stärkung verbinden.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Nachhaltigkeit beim Abbau von Ressourcen.

Felßner erläuterte, wie beispielsweise Stärke als Ersatz für konventionelle Kunststoffe genutzt werden

kann, um Plastikmüll zu reduzieren und gleichzeitig eine zukunftsfähige, umweltfreundliche

Produktion zu sichern. Darüber hinaus sprach er über nachhaltiges Bauen und die Flächennutzung im

ländlichen Raum. So könne etwa der Bau von Supermärkten weniger flächenintensiv gestaltet und

stattdessen vertikal gebaut werden, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen und moderne

Infrastruktur effizient zu nutzen.

Felßner machte deutlich, dass Landwirtschaft weit mehr ist als Nahrungsmittelproduktion: Sie sei

zugleich Umweltmanager, Innovationsmotor und Energielieferant – und damit ein unverzichtbarer

Partner für die Kommunalpolitik.

Den Abschluss des offiziellen Teils gestaltete Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der in seinem Schlusswort

ebenfalls die Bedeutung von Nachhaltigkeit und regionaler Entwicklung hervorhob. Im Anschluss

stellten sich die Kreistagskandidatinnen kurz vor, bevor die Blaskapelle Unternbibert den Abend

musikalisch abrundete.



img5607.jpg