Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland: Bauernverbandspräsident
Günther Felßner über Zukunft der Landwirtschaft in der Kommunalpolitik
Der gemeinsame Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland in Rügland
stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft und ihrer zentralen Bedeutung für die Zukunft der
Kommunalpolitik. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden und der Bürgerschaft folgten der
Einladung.
Den offiziellen Auftakt machte Werner Dreiskemper, Ortsvorsitzender der CSU Rügland, der die Gäste
begrüßte. Anschließend führte Valentin Huber, Kreisvorsitzender der Jungen Union Ansbach-Land, in
das zentrale Thema des Abends ein. Huber betonte, dass die Landwirtschaft nicht nur ein
bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein essenzieller Bestandteil des Lebensraums im
ländlichen Landkreis Ansbach sei. Besonders hob er den Standort Triesdorf hervor, der mit seinen
Ausbildungsprogrammen, Forschungsprojekten und innovativen Agrartechnologien ein
Zukunftsprojekt für die gesamte Landwirtschaft darstelle. Huber unterstrich, dass in Triesdorf
kontinuierlich Innovationen entstehen, die Modellcharakter für die gesamte Region haben.
Außerdem erwähnte er den Startschuss für die Zukunftswerkstatt Schwein, ein Projekt, das die
Weiterentwicklung der Schweinehaltung in Bayern unterstützt und die Verbindung von traditioneller
Landwirtschaft mit modernen Methoden zeigt. Huber betonte die Notwendigkeit, die
Rahmenbedingungen für Landwirte im ländlichen Raum zu weiter zu verbessern, etwa durch weniger
Bürokratie, nachhaltige Infrastruktur und gezielte Förderung regionaler Projekte.
Im Hauptvortrag widmete sich Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands, dem
Thema „Wie die Landwirtschaft die Aufgaben für die Kommunalpolitik sieht“. Felßner machte
deutlich, dass Ernährungssicherheit eine zentrale Aufgabe der Landwirtschaft ist, da sie als regionaler
Nahrungsmittellieferant eine stabile Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Regionale
Wertschöpfung, sichere Lieferketten und unabhängige Produktion seien unerlässlich, um Krisen wie
Lieferengpässe abzufedern. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Landwirtschaft als Produzent
von Energie. Durch Biogas, Photovoltaik-Anlagen oder andere innovative Energieformen könne die
Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten und so
Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Stärkung verbinden.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Nachhaltigkeit beim Abbau von Ressourcen.
Felßner erläuterte, wie beispielsweise Stärke als Ersatz für konventionelle Kunststoffe genutzt werden
kann, um Plastikmüll zu reduzieren und gleichzeitig eine zukunftsfähige, umweltfreundliche
Produktion zu sichern. Darüber hinaus sprach er über nachhaltiges Bauen und die Flächennutzung im
ländlichen Raum. So könne etwa der Bau von Supermärkten weniger flächenintensiv gestaltet und
stattdessen vertikal gebaut werden, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen und moderne
Infrastruktur effizient zu nutzen.
Felßner machte deutlich, dass Landwirtschaft weit mehr ist als Nahrungsmittelproduktion: Sie sei
zugleich Umweltmanager, Innovationsmotor und Energielieferant – und damit ein unverzichtbarer
Partner für die Kommunalpolitik.
Den Abschluss des offiziellen Teils gestaltete Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der in seinem Schlusswort
ebenfalls die Bedeutung von Nachhaltigkeit und regionaler Entwicklung hervorhob. Im Anschluss
stellten sich die Kreistagskandidatinnen kurz vor, bevor die Blaskapelle Unternbibert den Abend
musikalisch abrundete.