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27.02.2016

Junge Union tauscht sich mit jungen Flüchtlingen aus


Im Rahmen ihres Jahresprogrammes befasste sich der Kreisverband der Jungen Union mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik im Landkreis. Hier interessierten sich die jungen CSUler insbesondere für Flüchtlinge ihrer eigenen Generation.

Kreisvorsitzender Johannes Zellmer konnte zur Sitzung des Kreisausschusses drei 17, 18 und 19 Jahre alte Flüchtlinge begrüßen, die aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten konnten. Sie schilderten ihre Fluchtgründe religiöse Verfolgung aufgrund christlichen Glaubens (Nordnigeria), Unterdrückung von Meinungsfreiheit (Gambia) und Flucht vor militärischer Zwangsrekrutierung (Eritrea), ihre Erfahrungen in Deutschland und ihre Pläne für die nähere Zukunft. Alle drei sprechen mittlerweile passabel Deutsch und haben Praktika in verschiedenen Berufen absolviert.

Als minderjährige unbegleitete Flüchtlinge unterstehen Sie der Zuständigkeit des Landkreises und werden nach den gleichen Standards wie einheimische Jungendliche behandelt, welche in staatlicher Obhut untergebracht sind. Im Landkreis werden diese von der Praxis Rölz betreut, welche durch eine Sozialarbeiterin Frau Markert vertreten war. Sie beschrieb die schwierige Situation der Flüchtlinge, die sich in ihrem jungen Alter in einem fremden Land mit fremder Kultur, eingeschränkten Sprachkenntnissen und einer zum Teil begrenzter Schulbildungen zu Recht finden müssen. Ihre Erfahrungen mit den jungen Leuten seien aber sehr positiv. Diese seien sehr motiviert und lernwillig. Priorität hätte das Erlernen der deutschen Sprache sowie der Besuch der Berufsschulklassen zur Befähigung zur Aufnahme einer Berufsausbildung und Führen eines selbständigen Lebens in Deutschland als einem fremden Land ohne nahe Angehörige. Die Erlangung einer Ausbildung habe unabhängig vom Ausgang der Asylverfahren eine große Bedeutung für die jungen Leute.

Aktuell sind minderjährige unbegleitete Flüchtlinge im Landkreis in Kösching und in Lenting untergebracht. Eine weitere Einrichtung entsteht in Kinding in einem ehemals von den FÜW genutzten Gebäude. Frau Markert hob die positive Aufnahme der Flüchtlinge durch die Bevölkerung in Kösching und Lenting und deren Bedeutung für die Neuankömmlinge hervor. Hier erfahren die Flüchtlinge eine große Unterstützung. Auch seinen noch keine Fälle von ausländerfeindlichen Anfeindungen in den Gemeinden vorgekommen.

Neben den Jugendlichen und Ihrer Betreuerin konnte Zellmer auch die stellvertretende Landrätin und 1. Bürgermeisterin von Kinding Rita Böhm begrüßen, welche die kommunalpolitischen Aspekte der Unterbringung von Flüchtlingen und insbesondere von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen erläuterte. Hier stand insbesondere die Bereitstellung von Unterkünften im Vordergrund, welche sich zunehmend schwieriger gestalte. Sie erläuterte zusammen mit Frau Markert die Entstehung der Unterkunft in Kinding, von welcher sich die Kreisausschussmitglieder abschließend noch ein persönliches Bild machen konnten.



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