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21.03.2018

Hans Reichhart in Eichstätt

Hans Reichhart zu Gast bei der JU in Eichstätt

Der JU Ortsverband Eichstätt lud am vergangenen Freitag zur öffentlichen Ortshauptversammlung ein. Ortsvorsitzender Ferdinand Buckl freute sich über die Anwesenheit einiger Nicht-JU-Mitglieder und begrüßte darauf den Ehrengast des Abends, den Vorsitzenden des JU Landesverbands Bayern, MdL Dr. Hans Reichhart. Dieser geht in seiner einführenden Rede direkt auf das Thema des Abends „Jugend ohne Politik – Politik ohne Jugend“ ein. Er freut sich über die Wahl Markus Söders zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten, der als jüngster Ministerpräsident aller Zeiten als „Manager Bayerns“ neue Impulse im Freistaat setzen wird. Sorgen bereitet ihm die niedrige Beteiligung junger Menschen an wichtigen Wahlen, wie der Donald Trumps zum US-Präsidenten oder der Brexit Entscheidung in Großbritannien. Beide, so Reichhart, hätten durch größere Beteiligung junger Menschen anders ausgehen können. Der Landtagsabgeordnete appellierte an die Jugend, die Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung nicht alleine der älteren Generation zu überlassen und stattdessen selbst an deren Gestaltung aktiv teilzunehmen. In der anschließenden Diskussionsrunde kam die Frage auf, wie man die Jugend aktiv für die Politik gewinnen könne. Hierzu sieht Reichhart die Kommunalpolitik als bestes Mittel. Aus eigener Erfahrung berichtet er, dass es bei der Wahl 2014 in seiner Gemeinde eine „Junge Liste“ mit zehn Bewerbern gab und es dadurch leichter fiel, die Jugend zur Wahl zu bewegen, gerade wenn sich nicht nur ältere Kandidaten zur Verfügung stellen. Kritisch hinterfragt wurde auch, ob sich die CSU im Landtagswahlkampf mehr wichtigen Zukunftsthemen, wie Digitalisierung und Bildung widmen wird, da gerade deswegen auch junge Menschen zur FDP abgewandert sind und man nicht vergessen dürfe, dass die Union neben den vielen Wählern, die sie an die AfD verloren hat, sie Zahlenmäßig noch mehr an die FDP abgeben musste. Der Landesvorsitzende antwortete, dass sich der CSU-Vorstand dieser Wählerwanderung durchaus bewusst ist und die CSU deswegen im bevorstehenden Wahlkampf diese Themen verstärkt aufgreifen wird. Der JU-Landesvorsitzende ist persönlich auch für ein bayerisches Digitalministerium, da er bei der Bündelung von Kompetenzen in diesem Bereich große Chancen dafür sieht, dem Bürger in Zukunft diverse Behördengänge zu ersparen. Außerdem wird es gerade die FDP in Bayern schwer haben, da ihr eine Leuchtturmfigur, wie Christian Lindner im Bund, hier im Freistaat fehlt. Nichtsdestotrotz wird die CSU zudem noch einige innovative Projekte ins Wahlkampfrepertoire aufnehmen. Reichhart unterstrich am Ende der Diskussion, dass wir Jungen mehr bewegen können, als wir denken. Wir müssen uns nur trauen, uns aktiv ins politische Leben miteinzubringen Anschließend bedankte sich Ortsvorsitzender Buckl beim Gast für den informativen Abend und überreichte diesem einen Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten.



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