Achtziger Jahre
Die 80er-Jahre waren geprägt von personellen Kämpfen sowohl in der Partei als auch in der Regierung. 1980 stellte sich Franz Josef Strauß zur Wahl des Bundeskanzlers. Der Wahlkampf des Jahrzehnts war eingeläutet und ließ auch die JU zu Höchstleistungen auflaufen. Um den linken Gruppierungen entgegenzutreten setzte die Junge Union Bayern diesen ihre eigene Kampagne entgegen mit dem Slogan: „Jugend für Strauß“. Obwohl Strauß nicht Bundeskanzler wurde, tat dies der JU keinen Abbruch. Im Gegenteil - die Junge Union erlebte bei den Mitgliederzahlen ihren Höhepunkt mit fast 55 000 Mitgliedern.
Prägendes Ereignis für die JU´ler war der Regierungswechsel 1982 mit Helmut Kohl. Auch an der Spitze der Jungen Union tat sich einiges. Nach Alfred Sauter folgte Gerd Müller. Eine Erneuerung der angegrauten Mutterpartei war das Bestreben der neuen JU-Chefs. Mit Theo Waigel wurde ein ehemaliger JU-Landesvorsitzener Chef der CSU.
Als sich 1989 das Ende der SED-Diktatur immer deutlicher abzeichnete, wurde die Jugendorganisation sogar zum Motor der Entwicklung. Kurz nach dem Mauerfall, als CDU und CSU noch diskutierten, organisierte die JU eine breite Unterstützung für die junge Menschen in Sachsen und Thüringen, die eine neue und konservative Jugendorganisation aufbauen wollten.
Autor: Thomas Breitenfellner
Redaktion: Stefanie Sickinger



